Vieles neu macht der Mai und erneut: …

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Hallo Mitglieder, hallo Engagierte,
hallo Selbshilfegruppen,
hallo Öffentlichkeit!

Seit 12.07.2025 hatte der aktuelle Vorstand die Aufgabe, auf die Situation im Landesverband positiv einzuwirken. Nach einigen Turbulenzen wollen wir die vorhandenen Chancen nutzen, die Herausforderungen annehmen und positive Wendungen weiter betreiben, die Zukunft aktiv gestalten.

Dabei greifen wir auf vorhandene Erfahrung der Engagierten zurück und suchen die Gemeinsamkeiten der Mitglieder und mit den Gönnern unseres Landesverbandes.

Wir haben gemerkt, dass noch nicht alle Mitglieder mitbekommen haben, dass bei der Regio 2025 in Freiburg der Landesverband beim Thema IPAGs unterschiedliche Perspektiven und vielfältige Meinungen mit kontroversen Ansichten hinnehmen musste.

Die unterschiedlichen Sichtweisen wurden leider nicht immer sachlich diskutiert und haben leider ganz konkret Menschen verletzt und dem Landesverband einen großen Schaden zugefügt. Wir wollen als Vorstand deshalb unsere Entschuldigung aus unserem ersten Beitrag vom August 2025 wiederholen:

Ipags: Entschuldigung und Rehablitierung

Im Namen aller Mitglieder und Mitmacher, die das Projekt Ipags gut fanden und ideell mitgetragen haben, bitten wir bei Melanie Schock, Sarah Schiffler, Harald Metzger, Rainer Höflacher, Edeltraud Klingler und beim ganzen Team für die von den Betroffenen persönlich empfundenen Verleumdungen, Beleidigungen, Erniedrigungen, Schlecht machen und ganz konkreter seelischer Verletzungen gegenüber ihrer Person und ihren Einsatz um Entschuldigung.

Es war aus unserer Sicht ein Unding, dass die Stellungnahme von Melanie Schock und Sarah Schiffler nicht genauso publiziert wurde, wie die Vorwürfe der Kritiker. Deshalb ist die Richtigstellung von Melanie Schock und Sarah Schiffler erneut an diese Mitteilung angehängt.

Richtigstellung zu den Vorwüfen gegen IPAGs

Wir haben aus gutem Grund den Titel unseres Fachtages auch auf die Seelische Gesundheit unseres Landesverbandes bezogen. Deshalb haben wir am Abend vorher ein „Ärztliches Beratungsgespräch“, eine Supervision veranstaltet:

Gespräch am Vorabend unseres Fachtages Seelische Gesundheit

Am Freitag vor unserem Fachtag haben wir als Vorstand gezielt Engagierte aus unserem Kreis, aus dem RecoveryCollege, der Offenen Herberge und dem NetzG-Bund zu einem Smalltalk eingeladen. Außerdem waren noch erfahrene Praktikerinnen und Wissenschaftler aus der Gemeindepsychiatrie und der Selbthilfe dabei.

Das Gespräch war auch so etwas wie eine Mut-Mach-Austausch und es ist daraus das erste Engagierten-Treffen als Plan entstanden und wird für Juli/August 2026 in Karlsruhe derzeit organisiert. Außerdem ist Mut entstanden, um Eskalationen bei der Mitgliederversammlung zu widerstehen. Es war für uns Vorstände eine geniale „Psycho-Therapie“.

Aufträge, Kommentare, Impulse für unseren Landesverband

„In schwierigen Zeiten gilt es, das Erreichte und die Visionen zur Förderung seelischer Gesundheit gemeinsam zu verteidigen, den neuen Herausforderungen gemeinsam zu begegnen und neue Formen der recovery-orientierten Kooperation zwischen Profis, Angehörigen und Psychiatrie-Erfahrenen zu entwickeln.“ Armbruster

„Die Selbsthilfe ist nur stark durch eine gute Gemeinschaft. NetzG bietet mit dem LVPEBW diese Gemeinschaft.“ Franz-Josef Wagner

„Der Austausch, zu dem der LVPEBW am 24. April 2026 am Abend vor der Mitgliederversammlung eingeladen hatte, hat gezeigt, wie wichtig der Schulterschluss zwischen den Selbstvertretern ist. Zudem wurde deutlich, dass man die Förderung und Unterstützung von Engagierten gezielt angehen will.“ Kassiopeia, Sozialplanerin

Bericht von der Mitgliederversammlung und dem Fachtag Seelische Gesundheit

Wir haben dann am Samstag unsere Mitgliederversammlung abgehalten, die allen Unkenrufen zum Trotz ganz ohne Eskalation und sehr harmonisch verlief. Es war die erste richtige Mitgliederversammlung des aktuellen Vorstandes und wir haben schon viel Verbesserungsvorschläge erhalten. Zum Glück stand uns Uli Krüger für die Versammlungsleitung zur Verfügung und hat uns nochmal gezeigt, wie es geht. Vielen Dank dafür.

Die Mitgliedschaft hat den Vorstand, der bis 12. Juli 2025 verantwortlich aber zuletzt handlungsunfähig war, insgesamt entlastet. Nach der Überprüfung der Finanzen und der Unterlassungen im Verantwortungsbereich der Kassenwartin war eine Entlastung im Einzelfall noch unmöglich.

Erst durch die konsequente rückwirkende Bearbeitung unserer Buchhaltung und der Förderverträge durch Edeltraud Klingler konnte der Vorstand ab 12. Juli 2025 insgesamt für das 2. Halbjahr 2025 entlastet werden. Das ist ein wichtiges Signal vor allem für die Geldgeber, denen wir auch Rechenschaft ablegen müssen.

Der Film

Franz-Josef Wagner, Vorstand in unserem Dachverband NetzG-Bund, kam angereist, um uns den Film “Aufbruch ins Helle” zu zeigen und anschließend darüber zu sprechen. Viele Mitglieder haben sich am Gespräch darüber beteiligt, das war überraschend und hat uns gefreut. Hier gibt es ein Buch zu dem Film mit einer Rezension: <https://www.socialnet.de/rezensionen/31828.php>

Es wurde darauf hin angeregt, dass unsere Homepage doch eine Liste mit guten Filmen zu unserem Thema haben sollte. Diesen Vorschlag greifen wir gerne auf.

Der Fach-Vortrag

Nach dem Mittagessen gab es einen Vortrag von Ulrich Krüger, Botschafter von Netzwerk Selbsthilfe Seelische Gesundheit, NetzG-Bund. Er hat uns den Auftrag gegeben, noch mehr die Selbsthilfe zu stärken, also in eigene Hände nehmen, was die Zuständigen in Stadt- und Gemeinderäten vernachlässigen.

Und er hat uns empfohlen, den Fokus nicht nur auf die Patientenfürsprache in den bekannten Psychiatrie-Einrichtungen zu lenken. Sondern auch auf das privaten Umfeld, wo Angehörige die Genesung verhindern und statt dessen Krankheit fördern und chronifizieren. Und wir sollen mehr auf die Betroffenen in Heimen mit geschlossenen Abteilungen und die Unterbringung nach BGB achten.

Es gibt noch viele Mißstände für unsere Psychiatrie-Erfahrenen, die gar nicht ans Tageslicht kommen. Wie wollen wir diese Mißstände in Zukunft angehen?

Das Echo von den anwesenden Mitgliedern zur MV:

„Ich wollte ja schon austreten, aber jetzt bleibe ich doch.“

„Schön war’s. Wir dachten erst, das wird wieder so grummelig, wie die letzten male. Aber diesmal haben wir uns wohl gefühlt.“

Herzlichen Glückwunsch an den Landesverband:

Die Mitgliederversammlung hat auf Vorschlag 4 neue Ehrenvorsitzende gewählt:

1. Edeltraud Klingler
2. Rainer Höflacher
3. Harald Metzger
4. René Müller

Wir gratulieren dem Landesverband dazu, dass die ehemaligen Vorsitzenden endlich gebührend auf die Ehrentafel gekommen sind, wo auch schon Karl-Heinz Eßer steht. Wir denken, dass man die Wegbereiter nicht vergessen sollte, die die ganze Vorarbeit so genial geleistet haben und für uns Psychiatrie-Erfahrenen in der Öffentlichkeit in Würde zu Euch und sich standen.

Und herzlicher Glückwunsch geht auch an die Ehrenvorsitzenden! Bitte habt weiterhin ein Auge auf uns Psychiatrie- und Angehörigen-Betroffenen!

Vorausschau:

Selbsthilfetag mit MV Herbst 2026

Unser Selbsthilfetag mit MV wird am Samstag, 14. November 2026, in Stuttgart geplant. Vermutlich wird diese Veranstaltung wieder in der Paul-Gerhardt-Gemeinde stattfinden, wo der Landesverband ja fast schon zuhause ist. Zu dieser Mitgliederversammlung wollen wir seitens des Vorstandes die ersten Satzungsänderungen vorschlagen, die aus dem Unfall „Handlungsunfähigkeit 2025“ erfolgen könnten. Wer von den Mitgliedern an dem Austausch darüber interessiert ist, kann sich in die Arbeitsgruppe „Recht-Satzung-Politik“ eintragen und mitdiskutieren.

Regio 2027

Die Regio 2027 wird am Do. 15. April/Fr. 16. April 2027 im CVJM-Haus in Stuttgart geplant. Die Regio wurde in Abstimmung mit dem Landesverband Gemeindepsychiatrie aus organisatorischen Gründen um 1 Jahr verschoben.

Die 1. ordentliche Mitgliederversammlung 2027 wird am Donnerstag, 15. April im Rahmen der Regio 2027 abgehalten.

Landespsychiatrietag 2028

Im Unterausschuss UA Psychiatrie der Liga der freien Wohlfahrtspflege wurde gemeinsam beschlossen, den ursprünglich für 2027 geplanten Landespsychiatrietag auf 2028 zu verschieben. Der Grund lag bei der Veränderung der Förderrichtlinien bei der Aktion Mensch, die noch keine sichere Finanzplanung zuließen.

Engagierten-Treffen Juli/August 2026 in Karlsruhe

Save-The-Fact, the Date steht noch nicht fest. Wir wollen es auf einen Samstag legen, z.B. von 10:00 bis 16:00 Uhr, Themen und Programm sind in Arbeit, die Einladung erfolgt dann gezielt.

Mehr Online wagen?

Wir wollen mehr in den Austausch mit Mitgliedern und Engagierten, mit Gönnern und Könnern gehen. Am liebsten von Angesicht zu Angesicht in einer angenehmen Location bei Kaffee und Kuchen, das geht nicht so oft. Und damit mehr Mitglieder teilnehmen können, bietet sich das Video-Konferenz-Format ja an. Das Problem sind die Termine, weil ja einige Halbzeit, Vollzeit, unregelmäßig, Freiberuflich arbeiten.

Deshalb starten wir einen Versuch mit regelmäßigen Online-Terminen, entweder Montags 19:00 oder Donnerstags 18:00. Zur Zeit steht uns dafür die Virtuelle Cafeteria bei alfaview.com zur Verfügung.

Wir fangen mal am Donnerstag 28. Mai, um 18:00 an und dann schauen wir, was passiert, was sich für Themen ergeben und ob wir solche Termine dann weiterführen. Wir können die Veranstaltung auch unter das Thema „Mitglieder lesen dem Vorstand die Leviten“ stellen, bei dem berechtigte Kritik geäußert werden kann. Und 10 Tage später, am Montag den 8. Juni 19:00 treffen wir uns wieder in der virtuellen Cafeteria.

Wir freuen uns auf Euch und auf die Aktivitäten, die in nächster Zukunft anstehen, wir hoffen auf die weitere Erholung von den Spaltungen, denn gespalten sind wir schwach, aber Gemeinsam stark!

Euer Vorstand mit Kollegium